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Über uns
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Auf
den Spuren der Mayas
(
von Daniel Lengwenus )
Honduras
und Guatemala, zwei faszinierende Länder zwischen den Amerikas. Schon vor
mehr als 2000 Jahren war hier die Hochkultur der Mayas angesiedelt.
Verschiedene Stämme verteilten sich damals im mittleren Zentralamerika über
die heutigen Grenzen hinaus und hinterließen berühmte Zeugnisse ihrer
weit entwickelten Kultur.
Viele
ihrer Tempelanlagen wurden erst im letzten Jahrhundert freigelegt und
lassen tief blicken in eine Welt der Mythen und Legenden. Allen voran so
weltberühmte Zeugnisse wie Copán in Honduras und Tikal im Dschungel von
Guatemala. Sie lassen uns erahnen, wie die Mayas damals lebten und wie
perfekt diese Kultur das Leben im Dschungel beherrschte.
Mit
ihren bunten Wollprodukten bereichern Sie die weltbekannten Indio-Märkte
von Antigua und, ganz berühmt, Chichicastenango. Eine andere Welt.
Ankunft
in San Pedro Sula
in Honduras
Dort werden Sie bereits von
Matthias oder Paul, unseren Partnern und guten Geistern vor Ort, in
Empfang genommen. Per Taxi oder, je nach Gusto, einfach hinten auf
dem Pick-up geht es in die tagsüber durchaus latino-typisch
quirlige Provinzstadt San Pedro. Nur nachts ist davon überhaupt
nichts zu merken. Nightlife findet eher im Stillen statt. Doch zunächst
hat sowieso die warme Dusche oberste Priorität. Und danach der
Magen. Frisch und fit trifft man sich am Pool mit fantastisch
subtropischen Ambiente, um zum ersten gemeinsamen Dinner in ein
nettes typisches Restaurant zu gehen. Oder man bleibt gleich am Pool
und trinkt dort ein paar kühle Bierchen. Vielleicht immer noch satt
sind Sie ja immer noch satt vom Essen im Flieger. Und hier in dem
netten Innenhof mit Pool und offener tropisch-grüner Terrasse des
Hotels kann man auch die lauwarme, karibische Sommernacht bestens
genießen – ganz ohne Verzehrzwang. Und wer ein klein wenig Hunger
verspürt, kann zur magenfreundlichen Eingewöhnung ja schon mal
einige typische latein-amerikanische Kleinigkeiten zu sich nehmen.
Irgendwann macht sich dann die lange Anreise bemerkbar. Und es ruft
still und leise, aber bestimmt – Ihr Bett.
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Von San Pedro nach Copán Ruinas
Früh morgens heißt es raus aus den
Federn. Ein kleiner Spaziergang entlang der Hauptstraße und über
den kleinen Markt verstärkt den Hunger auf ein gutes Frühstück.
Im Café Skandia des Grand Hotel Sula mundet das Frühstück vorzüglich.
Hier essen wir auf der Terrasse am Pool á la carte. Da gibt es vom
amerikanischen Frühstück über Müsli und Corn Flakes auch die
wunderbar pikanten Huevos Rancheros. Spiegeleier mit einer scharf-würzigen
Tomaten-Chili-Sauce nach Art der Cowboys. Das macht wach – und ist
sicher nichts für Marmeladenbrötchen-Esser. Etwas Süßes gibt es
aber auch.
Nach dem üppigen Frühstück geht es zur Übergabe der Motorräder,
die inklusive Schadens-Check und Papierkram ein bisschen dauern
kann. Bevor man dann die Sachen packt und sich in die Motorrad-Kluft
wirft, geht es noch kurz ins Städtchen zum Mittag. Gleich an der
Plaza gibt es ein gutes Restaurant, stets proppenvoll mit
Einheimischen, was für die Qualität und vor allem für das
Preis-Leistungs-Verhältnis spricht. Man isst, was man mag.
Zurück im Hotel hinein ins Motorrad-Outfit und rauf auf die Moppeds.
Alles, was auf der Reise nicht gebraucht wird, kann für die Dauer
der Tour im Hotel bleiben. Es müssen ja nicht gerade die
Kreditkarten (die brauchen Sie ja auch auf Tour) oder andere
Wertsachen sein, die dort deponiert werden. Dann kann man sich
bestimmt darauf verlassen, dass nach der Reise alles noch da ist,
was man dort gelassen hat.
Endlich fahren wir auf den Motorrädern hinaus in die weite Welt. Über
gut asphaltierte zunächst sehr gerade Straßen geht es in Richtung
Westen und auf die Grenze mit Guatemala zu. Copán Ruinas heißt
unser Tagesziel. Das Städtchen Copán selbst ist auf vielen kleinen
Hügeln gebaut. Niedliche kleine Kolonialbauten stehen an steilen
Kopfstein gepflasterten Sträßchen Dach an Dach, bunt an bunt.
Hinter einer dieser farbenprächtigen Fassaden verbirgt sich unser
Hotel mit subtropisch wild bewachsenem Innenhof. Dort parken wir die
Motorräder unter tief hängenden, Schatten spendenden Palmenwedeln.
Abends geht es in eines der besten Restaurants der Stadt und danach
für einen Absacker in die Bar gegenüber...
(Tagesetappe:
ca. 180 km)
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Copán Ruinas
Nach der langen Flugreise und den
Strapazen der Umgewöhnung von schlechtem, kaltem Wetter an die
tropische Wärme haben Sie sich ein wenig Ruhe verdient. Deshalb
bleiben wir hier in Copán noch einen weiteren Tag. Nach dem üppigen
Frühstück in einem sehr guten Restaurant machen wir uns auf zu den
berühmten Ruinen der Mayas.
Die imposantesten Ausgrabungen der Mayas
auf honduranischem Gebiet verstecken sich nach wie vor im Dschungel.
Überwachsen von riesigen Urwaldbäumen wurde ein gewaltiges Areal
von Maya-Tempelstätten erst in den dreißiger Jahren des letzten
Jahrhunderts entdeckt. Unter anderem die längste bis dato
freigelegte Hieroglyphen-Treppe überhaupt. Diese gibt allerdings
viel mehr Rätsel auf, als mit ihrer Hilfe gelöst werden konnten.
Denn bis heute war es nicht möglich, sie vollständig zu
entziffern.
Wir lassen uns ein- und herumführen von einem örtlichen,
englischsprachigen Guide. Lassen uns erzählen von den Basketball ähnlichen
Ballspielen, den daraus resultierenden freiwilligen, vermeintlich so
grausamen Menschenopfern und den Herrschern „aufgehende Sonne“
oder „achtzehn Hasen“... Oder waren es „achtzehn Karnickel“?
Egal, mächtig war das Reich der Maya in jedem Fall, dieses wird
hier in Copán eindrucksvoll klar.
Nach dem Besuch der Ruinen (und vielleicht des Museums?) steht der
Nachmittag zur freien Verfügung. Wer Lust hat auf eine kleine
Entdeckungstour oder ein paar Übungseinheiten auf dem Motorrad, der
kann sich unserem Guide Matthias anvertrauen. Eine kleine nachmittägliche
Runde lässt uns einiges über die Umgebung von Copán erfahren.
Nach dem Abendessen in einem typischen
Restaurant kann jeder nach eigenem Gusto den weiteren Abend
verbringen. Keine Angst vor dem Nachtleben, stürzen Sie sich ruhig
mit viel Schwung hinein. All zu spät kann es aufgrund des Mangels
an Gelegenheiten gar nicht werden.
Tagesetappe:
zwischen 0 und 120 Kilometer
nach
Lust und Laune
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Von Copán in die alte
Hauptstadt Guatemalas,
nach Antigua
Frühmorgens
starten wir nach einem üppigen amerikanisch-honduranischen Frühstück
auf die letzten nicht asphaltierten Kilometer in Richtung Grenze. Am
Grenzübergang El Florido empfangen uns die Beamten in typisch
mittelamerikanischer Lethargie. Alles dauert etwas länger. Doch
endlich heißt man uns Guatemala willkommen. Der Name des Landes
stammt von den Indígenas und bedeutet so viel wie „Land der Bäume“.
Das hört sich doch gut an. Und in der Tat ist fast die Hälfte der
Fläche Guatemalas von dichten Wäldern bedeckt.
Nach den ersten Kilometern auf guatemaltekischem Asphalt (diese Straße
wurde erst im Jahre 2000 geteert!) gewöhnen wir uns schnell an das
zügige Fahren auf dem nun so wunderbar griffigen Untergrund. Und an
die kreischenden Kinder und grinsenden Erwachsenen am Straßenrand,
die unsere kunterbunte Korona als willkommene Abwechslung zu den
langweiligen und stinkenden LKWs bejubeln. Nach einigen staubigen
Kilometern in diesem fremden Land freuen wir uns auf eine kühle
Erfrischung an einem dieser typischen Fernfahrer-Kioske, die über
riesige Parkplätze verfügen und eine eiskalte Cola für
umgerechnet eine Mark anbieten.
Durch die Hochebene fahren wir zunächst über das karge Land der
Provinzen Chiquimula und Jutiapa an längst erloschenen, einzeln
stehenden Vulkankegeln vorbei. Das monotone Braun der weiten Steppe
dominiert die Landschaft, die Straße flimmert in der mittäglichen
Hitze am fernen Horizont. Man fühlt sich ein bisschen wie in einem
veritablen Western. Im Geiste spielt die Mundharmonika...
Bis wir am Nachmittag nach einer Hügelkuppe plötzlich oberhalb von
Guatemala City stehen. An einem exponierten Aussichtspunkt halten
wir und blicken hinab auf die selbst für westlichen Standard recht
moderne zwei Millionen-Metropole.
Da müssen
(oder dürfen) wir durch. Mitten durch das Verkehrsgewimmel führt
uns die drei- bis fünfspurige Hauptstraße in Richtung Nordwesten.
Regeln gibt es keine, außer, dass man sich niemals berührt. Und
das klappt gut so. Also keine Angst und forsch hindurch! Frech kommt
weiter.
Zweispurig in die Berge führt uns die Straße sehr kurvenreich
weiter bis nach Antigua, genauer, Antigua Guatemala. Das bedeutet
sinngemäß soviel wie „Alte Hauptstadt von Guatemala“. Und sie
gilt gemeinhin als eine der schönsten Städte Amerikas überhaupt.
Hier übernachten wir in einem prächtigen Kolonialbau mit famosem
Innenhof und herrlichen subtropischen Gärten. Mittendrin steht ein
riesiger mit vielen Lichterketten beleuchteter Baum, der seine mächtigen
Äste über das ganze Atrium spannt.
Wir sind im
guatemaltekischen Hochland. Abends ist es hier sehr angenehm. Wenn
dann noch ein laues Berglüftchen weht... Herrlich. Ein kurzer
Spaziergang durch die malerischen Gassen führt uns entlang vieler
bunter Häuserfassaden durch immer noch reges Treiben direkt in ein
urgemütliches Restaurant zum, falls von allen gewünscht,
gemeinsamen Abendessen.
(Tagesetappe
ca. 250 km)
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Von Antigua an den Lago de Atitlán
Heute
haben wir es nicht ganz so eilig. Also erst mal in Ruhe frühstücken
auf der Terrasse in dem wunderschönen Garten des Hotels. Umstanden
von drei mächtigen Vulkanen, einer davon noch leicht glimmend aktiv
und passend Fuego, also Feuer, genannt, macht die Umgebung von
Antigua eine ganze Menge her. Von der Aussichtsplattform im Frühstücksgarten
unseres Hotels aus kann man über die Dächer der Stadt hinweg alle
drei ungestört bewundern.
Mit dem Motorrad ist man schnell an den schönsten Punkten um und über
Antigua, beispielsweise am View Point mit Kreuz hoch über der
Stadt. Bestens geeignet für imposante Fotos vor gewaltiger Kulisse,
der sogenannte Cerro de la Cruz.
Doch auch ein Bummel per Pedes durch die
Stadt und über den Indio-Markt macht großen Spaß. Für
diejenigen, die es lieber kulturell und müßig mögen, bietet sich
ein Besuch des sehenswerten Casa K ’ojom. Dieses Museum gewährt
tiefe Einblicke in das Leben der Ureinwohner, der heutigen Mayas.
Fotos, Gewänder und Masken sowie Musik und dargestellte Zeremonien
geben Aufschluss darüber, wie die Traditionen der Mayas im modernen
Guatemala weiterleben.
Dann
ruft uns der See. Einer der schönsten Seen der Welt überhaupt,
sagt man. Könnte stimmen. Denn welcher tiefblaue See kann sich
schon mit gleich drei Vulkanen schmücken.
Doch zunächst steht als erstes Zuckerl eine höchst attraktive
Hinfahrt auf dem Programm. Zu Beginn führt die etwas geschäftigere
Hauptstraße uns auf schattigen Alleen bis nach Chimaltenango.
Sobald wie möglich biegen wir ab auf die kleine Nebenstrecke von
Patzicia über Patzún. Im Reiseführer ist sie als in miserablem
Zustand und schlecht befahrbar beschrieben. Das ist untertrieben.
Und gerade deshalb genau das Richtige für uns und unsere Enduros.
Ohne jeglichen Verkehr (abgesehen von drei Autos und einem Bus
vielleicht) fahren wir mitten durch das rustikale Hinterland. Hier
hat der Tourismus noch nichts verloren und eigentlich auch nichts zu
suchen. Das ist das ursprüngliche Guatemala, mit kleinen unter der
schweren Last des Feuerholzbündels gebückten Indio-Frauen, mit
Bauern, die mit dem Ochsenpflug ihr Feld bestellen, mit
Schulkindern, die euphorisch kreischen, hüpfen und winken, wenn wir
an Ihnen vorbei fahren. Diese Staubpiste ist schwierig zu fahren,
das stimmt. Aber gefährlich ist sie wirklich nicht. Solange wir uns
an unsere Fähigkeiten halten und nicht schneller fahren als wir können.
Die Strapazen werden belohnt mit den fantastischen Ausblicken einer
Höhenstraße und den wundervollen Einblicken in das ursprüngliche
Guatemala. Nach etwa einer Stunde haben wir wieder Asphalt unter den
Rädern. Immer kurvenreicher geht es im Tal entlang und schließlich
aus dem Schatten heraus, bis uns der Atem stockt.
Was für eine Landschaft! Der Lago de Atitlán hält viel mehr, als
die Reiseführer versprechen. Ein echtes Juwel. Man kann gar nicht
genug davon bekommen, so wunderschön ist diese Aussicht. Folgte nun
nicht eine der besten Bergstraßen mit dem griffigsten Belag in ganz
Guatemala, die sich in den wunderbarsten Kombinationen kurvenreich
nach Panajachel schlängelt, man hätte wohl keine Chance, die
Truppe zur Weiterfahrt zu bewegen. Aber das, was folgt, ist eine
Kurvenorgie par excellence. Und zum Motorradfahren sind wir ja
schließlich hier. Jedoch
sollte schon an dieser Stelle vor Übermut gewarnt werden. Denn es
gibt sie, die Hunde, die mitten in der Kurve in der Sonne liegen,
die Kinder, die auf der Straße völlig unbekümmert Ball spielen,
die LKW-Fahrer, die hinter der Kurve zurücksetzen und die
Baustellen, die nicht gekennzeichnet sind. Also, bei aller Euphorie:
Immer gut aufpassen!!!
Dann nach der letzten Kurve und leider viel
zu früh: die Brücke in den Ort Panajachel! (Sie wären übrigens
nicht der Erste, der gleich wieder zurückfährt, um den ganzen
herrlichen Kurvenzauber noch einmal zu erfahren!) Von Einheimischen
oder Langzeit-Travellern wird dieser kleine, oft ein bisschen überlaufene
Ort auch Gringotenango genannt. Weil mehr Zugereiste hängen und
wohnen geblieben sind als hier Ur-Einwohner leben. Es wundert einen
nicht, ob der Idylle dieses Fleckchens Erde. Nicht umsonst scharen
sich die Villen der Reichen aus Guatemala City um den See wie die
Bienen um den Honig. Oder die reichen Münchner um den Starnberger
See. Aber urteilen Sie selbst. Zur Meinungsbildung haben Sie
immerhin zwei Tage Zeit.
(Tagesetappe
ca. 120 km)
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Rund um den Lago de Atitlán
Das ist neu. Den Lago kann man eigentlich
nicht mit dem Motorrad umrunden. Aber es gibt da so eine kleine Straße
von San Lucas nach La Laguna und San Marcos. Und vielleicht geht da
ein kleiner ausgebauter Eselspfad auch noch ein bisschen weiter nach
San Marcos und von da aus ein bisschen weiter bis nach Santa Cruz La
Laguna und von da aus....
Eine kleine Erkundung – und vielleicht ein kleines Abenteuer
erwarten uns auf dem unentdeckten Weg rund um den Lago Atitlán. Der
Wille zählt und wo kein Weg ist, muss halt umgedreht werden. Aber
das macht nichts, denn die grandiose Landschaft entschädigt uns
hinter jeder Kurve mit gewaltigen Ausblicken und wunderschönen
Ansichten in Postkarten-Qualität. Selbst wenn man den ganzen Weg
wieder zurück fahren müsste, langweilig wird es sicher nicht.
Einen Versuch ist es in jedem Fall wert. Was meinen Sie?
Nicht? Dann können Sie auch gerne im Hotel bleiben oder eine der
zahlreichen Aktivitäten rund um den See buchen. Bootsfahrten machen
oder mit dem Mountainbike die Umgebung erkunden... oder einfach
ausruhen. Jedem das seine.
Abends gehen wir in ein von einer sympathischen Deutschen geführtes,
sehr gutes Restaurant. Wer will, geht mit und erkennt da vielleicht
noch einen klitzekleinen Grund, warum gerade hier so viele Gringos hängen
geblieben sind.
(Tagesetappe
ca. 80 km)
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Vom Lago Atitlán zum Markt nach Chichicastenango
Es
sind nur wenige Kilometer. Über mehrere Höhenzüge und durch
ausgedehnte Kiefernwälder schrauben wir uns immer weiter ins
Hochland von Quiché hinauf. Hier leben auch heute noch die
Nachfahren der Mayas – und sprechen ihre eigene Sprache: Quiché -
einer von 21 verschiedenen Maya-Dialekten. Doch auch Spanisch wird
von den Jüngeren verstanden und gesprochen.
Der Tradition verpflichtet, gehen die Indios Donnerstag und jeden
Sonntag auf den Markt von Chichi, so die Kurzform, um ihre Waren
anzubieten. In der Regel kommen sie schon am Abend vorher, so dass
sie gleich morgens mit dem Verkauf ihrer Handwerksprodukte oder
Lebensmittel beginnen können. Zwischen 8 und 9 Uhr morgens beginnt
der reguläre Verkauf, der auf dem ganzen Hauptplatz bis zirka 16.00
Uhr andauert. Und dieses in der Tat sehr bunte Treiben ist in der
ganzen Welt berühmt und bekannt.
Eng stehen die provisorischen Zelte aus Holzstecken und blauen und
schwarzen Plastikplanen, so dass da kaum ein Durchkommen ist. (Achtung! Keine Portemonnaies in der Hinterntasche und alles Geld und
Wertgegenstände immer im Blick behalten!!) Tomaten, Melonen,
Orangen, Gurken, Frühlingszwiebeln direkt vom See, Reis und Mais
aus Säcken werden auf uralten Waagen gewogen und in Papiertüten
herüber gereicht. Dazwischen Coca-Cola und Pepsi und freundliche,
leider oft bettelnde Kinder mit noch kleineren Kindern auf ihren
schmalen Schultern (über eine Tüte Pommes freuen sie sich
besonders!), dann wieder alte gebeugte Frauen mit schweren Lasten
auf den sprichwörtlichen Buckeln. In der Ecke liegen Wollknäuel,
so farbig strahlend, dass man es kaum für möglich hält.... Ein
Gang über diesen Markt ist sicherlich eines der unvergesslichsten
und kaum zu beschreibenden Erlebnisse dieser Tour. Das müssen Sie
schon selbst mitmachen.
Für den Kauf von Waren, der bunten Holzmasken oder der
handgewobenen Textilien zum Beispiel, ist es am geschicktesten, sich
kurz vor dem Ende des Marktes umzusehen und merklich zu
interessieren, da die meisten der Mayas zu Fuß aus den umliegenden
Dörfern kommen und die Waren lieber hier verkaufen als sie noch
einmal mühsam zurück zu schleppen. Handeln ist gemeinhin nicht nur
erlaubt, sondern wird sogar erwartet. Allerdings sollte man es nicht
übertreiben. Denn während für uns ein Dollar mehr oder weniger
nicht so wichtig ist, können die Indios davon ein Abendessen für
ihre in der Regel sehr kinderreichen Großfamilien davon bestreiten.
Dafür kann man sicher auch mal fünf gerade sein lassen. Den
Familienvater, oder die –mutter, freut es sicher mehr, als sie es
Ihnen zeigen werden.
Stilvoll wohnen wir in einem der besten Hotels im Ort. Das von uns
vorgesehene Santo Tomas befindet sich in einem alten Kolonialbau mit
hübschen Innenhöfen und großzügigen Zimmern mit großem Kamin.
Und der ist nicht nur Dekoration, sondern wird über Nacht tatsächlich
gebraucht. Sowie die dicken Decken, die neben dem gemachten Bett
liegen. Während es am Tag noch schön warm ist, wird es hier auf
immerhin 2030 Metern über dem Meer nachts manchmal bitter kalt –
es kann sogar frieren! Damit man es selbst nicht muss, heizt man den
Raum am besten kurz vor dem Schlafen gehen mit dem Kamin noch kräftig
auf und mummelt sich dann tief in die Decken ein. Oder man teilt
eine Feuerwache ein. Wer den kürzeren zieht...
(Tagesetappe
ca. 70 km)
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Von Chichicastenango nach Santa Cruz de Verapaz
Früh
geht es heute auf die Piste. Im wahrsten Sinne des Wortes. Zum einen
ist 7.00 Uhr wirklich früh und zum andern wird die Straße später
richtig staubig. Obwohl der Straßenbau auch in diesem Teil von
Guatemala noch ernst genommen wird, dürfte noch nicht die ganze
Strecke unter den Asphalt gekommen sein. Nach dem guten Maya-Frühstück
kratzen wir den Raureif von den Sätteln und fahren zunächst gen Süden
über Santa Cruz del Quiché, der ehemaligen Hauptstadt der Quiché-Mayas,
dann östlich bis in das Hochland von Verapaz, Alta Verapaz genannt.
Auf der wenig frequentierten Berg- und Talstraße zwischen
Huehuetenango und Cobán passieren wir viele kleine und unscheinbare
Dörfer. Weiter ins guatemaltekische, weniger touristische Urland
geht es kaum. Alles hier wirkt so ursprünglich, so abgeschieden und
friedlich. Doch das täuscht ein wenig. Dass die
Friedensnobelpreisträgerin von 1992, Rigoberta Menchú, aus der Nähe
des 2.800 Seelendorfes Uspantán kommt hat weniger schöne Gründe.
In den frühen Achtziger Jahren wurden von korrupten Politikern aus
Profitgier und Habsucht viele Menschen, die sich gegen die ständigen
Landnahmen wehrten, verschleppt, gefoltert und manchmal sogar getötet.
So wurde die Familie von Rigoberta Menchú fast vollständig ausgelöscht.
Keine schöne Geschichte – aber doch leider Teil der jüngeren
Geschichte Guatemalas.
Doch Gott sei Dank hat Guatemala mittlerweile ein weltweit anerkannt
demokratisches System, in dem derartige politische Machenschaften
weitestgehend ausgeschlossen sind. Was die Guatemalteken sicherlich
auch zum erheblichen Teil der Signora Menchú zu verdanken haben.
Denn sie war es, die die politischen Machenschaften der damaligen
Regierung von Mexico aus so rigoros ans Licht gebracht hat.
Ohne Pausen läuft auch im Hinterland nichts. Gerade auf dieser sehr
anstrengenden Etappe finden wir doch immer wieder Zeit für eine
saftige Wasser-Melone vom Stand der netten Maya-Frau. Oder für
einen Versuch der wirklich unverfälschten Küche der Bewohner des
Hochlandes. Erwarten Sie bitte keine kulinarischen Höhenflüge,
hier muss es auch mal so gehen! Und Hühnchen gibt es irgendwie
immer und überall in Guatemala... Ein gutes hat dieser einfache
Comedor, zu deutsch Imbiss, jedoch in jedem Fall. Dort sind auch
unsere „Staubfressen“ immer gerne gesehen. Und die kalte Cola
schmeckt hier auch besser als sonst! Ob es an dem heruntergespültem
Staub liegt?
An
der stellenweise sehr gut zu befahrenen Piste, die uns auch im
weiteren Verlauf immer wieder über den einen oder anderen
Schotterpass führt, warten oft große Gruppen von Landarbeitern am
Straßenrand darauf, nach vollendetem Tageswerk von den als Busse
fungierenden LKWs abgeholt zu werden. Sie jubeln uns mit
unverhohlener Begeisterung zu, als wären wir die ersten Ankömmlinge
der Rallye Paris - Dakar – oder besser der San Pedro - Tikal.
Eine abenteuerliche Brückenkonstruktion bringt uns von Quiché hinüber
in die Region Verapaz. Doch keine Angst, die Straßen werden anfangs
noch nicht besser. Im Gegenteil, der gut gemeinte Versuch, die
Oberfläche vor dem Einweichen zu schützen und mit dicken
Wackersteinen zu spicken, hilft der Traktion der dicken LKWs
sicherlich weiter, aber nicht eben uns.
Um
den zahlreichen Abgang daheim kunstvoll eingesetzter Plomben zu
vermeiden, empfiehlt sich für die nächsten 20 Kilometer eine
besonders moderate Fahrweise.
Kurz vor Santa Cruz de Verapaz stoßen wir Gott sei Dank mal wieder
auf Asphalt. Gleich um die Ecke liegt schon unser Hotel, das
Park-Hotel. Und dieser Name ist Programm. Mit dieser fantastisch üppigen
Vegetation um das Hotel herum ist der Name in jedem Fall
gerechtfertigt. Wir beziehen unsere kleinen Bungalows und nehmen
eine heiße Dusche, bevor wir uns auf ein gutes Abendessen freuen
und zur Terrasse des Hotels stürzen. Hier ist das Bier richtig schön
kalt und die Luft sommerlich lau und warm – die bessere Zuordnung.
Bikerherz, was willst Du mehr?
(Tagesetappe
ca. 180 km)
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Von Cobán zu den Lagunen von Semuc Champey
Keine
Eile. Heute können wir uns Zeit lassen. Mit dem Aufstehen und dem
Frühstück. Es reicht uns, die Piste von San Pedro bis nach Pajal
in aller Ruhe unter die Räder zu nehmen. Doch bis zur Mittagszeit
sollten wir unsere urige Jungle Lodge in Lanquin erreicht haben.
Denn am Nachmittag steht noch ein ganz wichtiges und wunderschönes
Highlight auf dem Programm: die Lagunen von Semuc Champey. Hier
verschwindet ein wütend tosender Weißwasser-Fluss mit mächtigem
Getöse und in wilden Kaskaden in einem tiefen dunklen Schlund im
hellen Karst. „Alles, wirklich alles, nur nicht da
hineinfallen“, denkt man sich mit einem mulmigen Gefühl, wenn man
auf dem glitschigen Stein am Rande des wilden Wassers steht.
Auf der Oberfläche, kurz vor dem Abtauchen für die nächsten 300
Meter unter der Erde, hinterlässt der Rio Cahabón an der Oberfläche
einige natürliche flache Pools mit ruhig fließendem türkisfarbenem
Wasser. Badewannenwarm lädt es zum Entspannungsbade ein. Rings
herum herrscht der Urwald, den man mal leiser mal lauter hören
kann.
Nach einem wunderbaren Badetag geht es zurück in die Lodge. Hier
sieht es auch nicht anders aus als bei Daktari im Garten. Die Hütten
sind in dem dichten Dickicht auf dem Gelände kaum auszumachen. Im
seitlich offenen Restaurant sitzen wir im hölzernen Hauptgebäude
beim einfachen aber guten Abendessen. Vielleicht auch etwas länger...
(Tagesetappe
ca. 100 km)
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Hinab ins El Petén
Aus dem Hochland heißt es nun hinab zu
steigen in das Flachland von Petén. Diese riesige Tiefebene ist zu
weiten Teilen mit Dschungel bedeckt. Großen Anteil an der wild
sprießenden Vegetation haben die unzähligen Wasserläufe, die sich
von hier aus ihren Weg in die Karibik suchen. Hier, im manchmal sehr
heißen und schwülen Norden des Landes wurden im Schutze der weiten
Wälder die meisten der Maya-Siedlungen erbaut.
Bis an den Rio de la Pasión, den Fluss der Leidenschaft, führt
unser langer beschwerlicher Weg. Die Piste dorthin verläuft größtenteils
geradewegs durch vornehmlich agrarisch oder für die Viehzucht
genutztes, fruchtbares Flachland. Aufgrund der Weite und des Mangels
an Sehenswürdigkeiten verläuft sich kaum ein Tourist in diese
gottverlassene ärmliche Gegend, wo sogar die Schulen und Kirchen
aus Reisig oder aus Holz sind.
Von der Terrasse unseres Hotels aus haben wir
einen prima Überblick über den Fluss und den dortigen Fährbetrieb.
Kaum zu glauben, wie oft die kleine, gerade mal drei Autos fassende
Fähre, an und ablegen muss. Einfach so dazusitzen und auf den träge
vor sich hin fließenden Fluss (so wie das Leben hier) zu starren
kommt auch der Mittagsbeschäftigung der in Sayaxché wohnenden
Ladinos schon sehr nahe. Üben Sie ruhig mal die Siesta, das
entspannt ungemein. Viel mehr kann man in diesem Provinznest auch
nicht machen. Oder ist das vielleicht einfach die Nähe zu Mexiko,
die sich hier schon bemerkbar macht?
Folgt man nämlich dem Fluss in Richtung Westen, sind es keine 50
Kilometer Luftlinie bis zur mexikanischen Grenze. Und die Luft ist
neben dem Wasser auch das einzige Medium, welches eine Annäherung
an Mexiko überhaupt ermöglichen könnte. Also nichts für uns.
Abends geht es auf die Pirsch. Doch damit ist man relativ schnell
durch. Vielleicht noch ein Bierchen hier, ein Tequila dort, und der
Stadtrundgang ist schon wieder zu Ende. Und überhaupt ist die Lage
unseres Hotels direkt am Fluss eigentlich nicht zu toppen. Und das
Essen gehört auch zum besten, was die hiesige Gastronomie zu bieten
hat. Und dazu der Blick von der Terrasse auf das Wasser. Man trifft
sich also schnell wieder im Hotel, bevor es nach dem Schlummertrunk
ins Bett geht.
(Tagesetappe
ca.190 km)
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Von den Ruinen von Ceibal zur großen Mayahauptstadt Tikal
Unser Gepäck können
wir zunächst noch im Hotel lassen. Nach einem frühen Frühstück
geht es auf Asphalt ein Stückchen zurück in Richtung Süden zu den
Ruinen von Ceibal, einer relativ kleinen Mayastätte mitten im
Urwald (Autan nicht vergessen!). Sie ist zwar nicht so bedeutend wie
Tikal, aber erstens ein guter Einstieg, zweitens gänzlich ohne
Touristenrummel und drittens völlig ursprünglich in die Landschaft
eingebettet. Ein bisschen unheimlich ist dieser Ort schon.
Doch das beste an Ceibal ist wahrscheinlich die Piste dorthin. Eine
veritable Dschungeldurchquerung quasi, die der Camel Trophy zur Ehre
gereichen könnte. Doch keine Bange, auch die schafft jeder. Wenn es
sein muss, dann auch mal ein Stückchen schiebend. Oder zu Fuß, und
der Tourguide fährt das Motorrad über und durch die schlimmsten
Stellen. Geht auch. Ein Erlebnis ist es allemal.
Zurück im Hotel werden schnell alle sieben Sachen gepackt, und dann
geht es auf die Fähre. Man kennt hier ja schon jeden Handgriff des
Skippers (vom Zuschauen von der Terrasse), möchte am liebsten
selbst mit anpacken und manövrieren. Auf der anderen Seite erwartet
uns eine sehr breite und sehr lange geschotterte Piste bis nach
Flores. Die kleine Stadt der Itzá-Indianer liegt idyllisch auf
einer nur durch eine Brücke mit dem Festland verbundenen Insel im
Lago de Petén Itzá. Hier kann man sich ein wenig umschauen und das
Nötigste einkaufen. Z.B. Insekten- oder Sonnenschutz für die nächsten
zwei Tage abseits der Zivilisation. In Tikal gibt es zwar alles –
doch natürlich zu entsprechend dem Touristenaufkommen gesalzenen
Preisen.
Dann fahren wir endlich hinein, in das größte zusammenhängende
Nationalpark-Areal von ganz Zentralamerika. Einschließlich dem
Parque Nacional Tikal umfasst dieses Biosphären-Reservat grenzübergreifend
alle ehemals von den Mayas bewohnten Regionen. Auch auf
mexikanischer Seite und in Belize. Und dehnt sich so auf insgesamt
zwei Millionen-Hektar aus. Mitten drin im Dschungel von Tikal
beziehen wir unsere kleinen Bungalows rund um den Pool. Gegen Abend
herrscht hier eine Geräuschkulisse, wie man sie sonst nur aus Heinz
Sielmanns Tierfilmen kennt. Alles kreischt, quiekt und schnattert im
Halbdunkel irgendwo da draußen um die Wette. Manchmal kommen die
Gibbons bis in den Garten und ganz nah an unsere Hütten heran.
Wer sich traut,
macht abends noch vor dem Essen einen Rundgang. Wenn das Wetter
mitspielt und der Mond strahlt, dann hat man einen noch viel
besseren Eindruck von der sagenumrankten mystischen Ausstrahlung
dieser uralten Kultstätte. Und der Dschungel sorgt für die
passende Geräuschkulisse im Hintergrund.
(Tagesetappe
ca. 160 km)
|
Nichts als Tikal, Tikal, Tikal – und ein bisschen Entspannung
am See
Vor
dem Sonnenaufgang oder vor dem Frühstück. Die eingefleischten Fans
der Maya-Kultur zieht es schon früh an, dieses Mysterium. Einmal
von der mit 65 Meter höchsten auch „Tempel der doppelköpfigen
Schlange“ genannten Pyramide über der gesamten Anlage auf dem
Dach des Dschungels die Sonne aufgehen sehen. Einmal nur! Der frühe
Aufstieg lohnt sich bei gutem Wetter ganzsicher. Denn, wann kommt
man wohl jemals wieder hierher zurück?
Definitiv
erst nach dem Sonnenaufgang treffen wir uns zum gemeinsamen Frühstück
– und gehen gleich danach auf eine Führung zu den wichtigsten
Bauten von Tikal. Erst kurz vor Mittag und ein paar Kilometer später
hat man in etwa einen Eindruck von den Ausmaßen dieser alten
Hauptstadt zu den Hochzeiten der Maya-Kultur. Von der ja nur die
Tempelanlagen, die immer aus Stein gebaut wurden, (über-) lebendes
Zeugnis sind. Alles andere, auch die Wohnhäuser der um das Jahr 500
nach Christus immerhin bis zu 100.000 Einwohner, waren ja damals aus
Holz und sind längst verrottet, quasi dem Urwald wieder überlassen.
Immerhin soll sich die Stadt Tikal zu ihrer Blütezeit über 30
Quadratkilometer ausgedehnt haben. Kaum zu glauben, denn dort
herrscht heute nur noch wildes Dickicht so weit das Auge reicht. Und
schützt die Natur vor den ununterbrochen heranstürmenden
Touristenmassen.
Mit
an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aber dehnte sich das
damalige Tikal bis an das wunderschöne Nordufer des kristallklaren
Sees Lago de Petén Itzá aus. Schon die Mayas wussten, wie man es
sich richtig gut gehen lässt. Wir auch. Deshalb verbringen wir den
ganzen Nachmittag im Resort des Gringo Perdido, des verlorenen
Fremden, welches direkt am Seeufer liegt. Es verfügt über zwei
eigene Bootstegs und eine kleine Schwimminsel. Die man manchmal ganz
für sich alleine hat. Oder die man mit drei wassergierigen und äußerst
schwimmfähigen Labrador-Hunden teilt. Genießen Sie einen
wunderbaren Aufenthalt inmitten der idyllischen Natur, im Wasser
oder auf der umwucherten Seeterrasse. Hier über Nacht zu bleiben
– das ist wie ein Traum.
(Tagesetappe
ca. 40 km)
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Von den grünen Ufern des Lago de
Petén Itzá an den Rio Dulce
Scheiden
tut weh. Besonders wenn man ein so romantisches Plätzchen verlässt.
Und heute liegt noch mal eine relativ lange Etappe der Reise vor
uns. Deshalb geht es relativ früh auf die Bikes und ab durch die
Mitte. Aber nicht, ohne uns noch einmal Zeit zu nehmen für einen
Sprung in den kühlen, glatten See.
Auf der meist sehr gut ausgebauten CA 13 geht es zügig voran. Sogar
das kleine Kurvenglück kann auf teilweise sehr gutem Asphalt und
mit ganz wenig Verkehr ab und zu genossen werden.
Wir
fahren durch eine wunderbare Landschaft, die teils Urwald, teils
agrarisch genutzt, unheimlich fruchtbar und artenreich ist. Schon an
den auf Wildwechsel hinweisenden Verkehrsschildern kann man leicht
erkennen, dass links und rechts der Straße subtropischer Dschungel
wuchert. Da wird gewarnt vor Affen, Tapiren, Krokodilen und Jaguaren
und und und . In den dichten Wäldern Guatemalas dürfte sich wohl
kaum ein Tier befinden, welches auf den gelb-schwarzen
Verkehrschildern entlang dieser Straße nicht abgebildet ist. Ein
kleiner Lehrpfad in Sachen Fauna quasi.
Um
Haaresbreite streifen wir bei Modesto Méndez die Grenze zu Belize.
Gegen Abend erreichen wir den Rio Dulce und beziehen Quartier bei
Bruno. Der gebürtige Kanadier führt ein kleines Hotel mit einem
unter Karibik-Seglern berühmt-berüchtigten Yachthafen. Berühmt für
den tollen Standort – berüchtigt für die langen Nächte und den
elenden Kater danach. Doch die Stimmung dort ist einfach klasse,
alle geben sich höchst weltmännisch. Ein Hauch von Peter
Stuyvesant umgibt uns. Wir genießen einen Abend unter echten
Weltenbummlern. Schließlich sind auch wir Globetrotter – auf zwei
Rädern.
Doch
bevor wir uns den leiblichen Genüssen auf der Terrasse des
Yachtclubs hingeben, gibt es noch ein wenig Kultur. Das Castillo San
Felipe de Lara aus dem 17. Jahrhundert ist eine sehenswerte kleine
verwinkelte Burg, die zum Schutze vor Piraten am Zufluss des Rio
Dulce in den Lago Izabal angelegt wurde. Doch weder die schwere
Bronzekette quer über die Flussenge noch die vielen Kanonen, die
auf sie gerichtet waren, konnten Piraten vom Schlage eines Sir
Francis Drake davon abhalten, in den lieblichen See einzudringen.
Apropos
Piraten. Schauen wir doch mal, was deren heutige (hoffentlich
harmlose) Nachfahren auf Brunos Terrasse so treiben. Vielleicht
sitzen sie ja schon da, lauschen dem Plätschern des Wassers und füttern
gelangweilt auf das Wasser starrend den Papagei auf ihrer Schulter
mit Nüssen...
(Tagesetappe
ca. 210 km)
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Vom „süßen Fluss“ an die
traumhafte Karibikküste bei Omoa
Drüber
weg, über den Fluss. Gleich morgens nach dem ersten Kaffee. Auf der
anderen Seite geht es in Richtung Südost auf die honduranische
Grenze zu. Über einen neu eröffneten Grenzübergang hinter den
ausgedehnten Bananenplantagen von Del Monte und Chiquita verlassen
wir Guatemala. Ab Honduras wird die Piste gleich wieder etwas
abenteuerlicher. Was ja nicht unbedingt schlechter sein muss.
Durch knietiefe
Flussfurten und über schwankende Hängebrücken hinweg streben wir
der karibischen Küste zu. Der kräftezehrende Weg zwingt uns, noch
einmal ein paar Kohlen(hydrate) nachzulegen. Ein einfacher Comedor
liegt am Wegesrand. Wer Lust hat, verkürzt sich die Wartezeit auf
das Essen mit einem Tischfußballspiel. Nur ein paar Stunden später
erreichen wir den weißen Strand und das Hotel Playa. Wie schön und
passend ist doch der Ausklang einer fantastischen Reise in solch
einem Strandhotel. So kann man wenigstens noch einmal auf
karibischem Sand liegen und in der Karibik baden gehen. Ein
unbedingtes Muss, will man den Daheimgebliebenen mal richtig
ordentlich die Nase lang machen. Oder einfach nur, um zum guten
Schluss einfach mal die Seele ein ganz klein bisschen baumeln zu
lassen. Denn Kultur gab es bis hierher schon genug.
(Tagesetappe ca. 150 km)
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Abschied von der Karibik und zurück
nach San Pedro
Wir
haben es nicht eilig. Natürlich nicht. Leider sind es nur noch 60
Kilometer, bis nach San Pedro. Und der Abschied kann gerne warten.
Vielleicht noch ein erfrischendes Bad in der warmen karibischen See?
Noch ein kühler Drink an der Pool-Bar? Wir könnten hier auch ruhig
noch mal Mittagessen. Wo gibt es denn solch exzellenten frischen
Fisch? Noch dazu an einem sooo schönem Strand mit direktem Blick
auf die Wellen.
Ja,
ja. So ein Abschied fällt schwer. Aber alles hat ein Ende. Und
irgendwann an diesem Tag kommen wir nicht mehr darum herum, uns die
Motorräder zu schnappen und nach San Pedro zu fahren. Wir fahren
sicherlich so spät wie möglich. Versprochen. Aber wir fahren!
Denn, ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht, schon morgen geht ihr
Flieger zurück in die Heimat. Und da wir heute Nachmittag noch bei
Sonnenlicht die Motorräder zurück geben wollen, bleibt uns leider
nicht der ganze Tag. Also raus aus dem Paradies!
Die
paar Kilometer bis nach San Pedro sind eigentlich viel zu kurz. Und
leider auch ein wenig unspektakulär. Aber wir haben ja noch ein
bisschen was zu tun. Dafür entschädigt nach getaner Arbeit das
Abendessen in einem typischen Restaurant in der Stadt für das jähe
und ach so unerwartete Ende einer fantastischen Reise. Hier in San
Pedro hat alles angefangen. Hier haben wir uns vor zwei Wochen zum
ersten Mal getroffen. Es scheint, als wäre das nicht einmal eine
Woche her. Viel zu schnell ist die Zeit vergangen. Zum Abschied
gehen wir vielleicht noch in eine kleine Latino-Disco-Bar. Denn mit
heißen Rhythmen und toller Stimmung lässt sich der unvermeidliche
Abschied viel leichter ertragen.
(Tagesetappe ca. 60 km)
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San Pedro und der Flug nach Hause
Schade,
schade, schade. Aber es hilft nichts. Nach dem üppigen Frühstück
geht es direkt zum Flughafen und von dort aus noch am Vormittag nach
Miami.
Am nächsten Vormittag zur etwa gleichen Zeit sind Sie dann schon
wieder im kalten Frankfurt und im deutschen Winter. Brrh
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Maya Moto Tours ,
Email: info@maya-moto-tours.com
© 2006
Maya Moto Tours |
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am Atitlan See

Maya Tempel in Copan

Maya in Solola

Antigua mit Vulkan Agua

Antigua

am Atitlan See

Markt in Chichicastenango

Masken in Chichi

Piste im Alta Verapaz

Alta Verapaz

Piste nach Lanquin
Hängebrücke im Peten

Comedor Alice

Fähre am Rio Passion
Jaguar Tempel in Tikal
Tikal

am Strand von Omoa
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